Proktologie
Sanfte, moderne Behandlungsmöglichkeiten in der Laser-Proktologie
Breites Anwendungsspektrum bei benignen Enddarm-Erkrankungen
Dank Innovationen in der Lasertechnologie und bei Spezialfasern ist es heute möglich, traditionelle chirurgische Eingriffe am unteren Rektum durch schonende, minimal-invasive Verfahren zu ersetzen – und das nahezu schmerzfrei.
Während früher der Schwerpunkt auf der Exzision des erkrankten Gewebes lag, ermöglichen moderne medizinische Laser eine präzise, gezielte Zerstörung oder kontrollierte Schrumpfung pathologischer Areale – bei maximaler Schonung der umliegenden gesunden Strukturen.
Für noch bessere Behandlungsergebnisse
Vorteile der Technologie
Minimal-invasive Laser-Verfahren stellen in der Proktologie eine patientenfreundliche Behandlungsoption dar. Dank Laserfasern mit einem Durchmesser von weniger als 2 mm entstehen nur minimale Wunden – ein wichtiger Schritt hin zu deutlich mehr Patientenkomfort.
- Schmerzfrei
- Kontrollierte Hämorrhoiden-Schrumpfung
- Sehr gute Hämostase
- Geringes Risiko
- Maximale Erhaltung der Kontinenz
- Verbesserung der Lebensqualität
- Sehr kleine Wundflächen
Das therapeutische Prinzip basiert auf einer kontrollierten Geweberemodellierung – unter Ausnutzung der körpereigenen Regenerationsfähigkeit. Dies führt zu deutlich mehr Patientenkomfort durch minimalen postoperativen Schmerz und eine schnelle Rückkehr in den Alltag.
Eine umfangreiche Sammlung von Abstracts erfahrener Anwender – inklusive klinischer Daten und zahlreicher Referenzen – finden Sie in den ausführlichen Zusammenfassungen der ProctoCom®-Kongresse 2024 und 2025, veranstaltet von biolitec® und der International Society of Laser Proctology: ProctoCom® 2025 & ProctoCom® 2024.
Anwendungen
Hämorrhoiden (LHP®)
Das LaserHämorrhoidoPlastie (LHP®)-Verfahren wird zur Behandlung fortgeschrittener Hämorrhoiden unter geeigneter Anästhesie eingesetzt. Die Laserenergie wird zentral in den Hämorrhoidalknoten eingeleitet. Mit dieser Technik kann die Hämorrhoide entsprechend ihrer Größe behandelt werden, ohne das Anoderm oder die Schleimhaut zu schädigen.
Ausführliche klinische Empfehlungen zum LHP®-Verfahren – einschließlich zahlreicher Verweise auf die wissenschaftliche Literatur – wurden von einer Expertengruppe (Recommendation Development Group – RDG) aus erfahrenen Chirurgen veröffentlicht.
Sinus pilonidalis/Steißbeinfisteln (SiLaC®)
Die „Sinus laser ablation of the cyst“ (SiLaC®) ist die ideale Behandlung, um den Fistelgang zur Abheilung zu bringen, dabei die darüberliegende Haut zu erhalten und Rezidive zu verhindern. Dieses einfache, minimal-invasive Verfahren – ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt – verkürzt die Erholungszeit erheblich, reduziert postoperative Schmerzen und den Pflegeaufwand für die Wunde und erzielt hervorragende kosmetische Ergebnisse.
Eine systematische Übersicht zur Laserbehandlung bei Sinus pilonidalis wurde in der Fachzeitschrift Lasers in Medical Science veröffentlicht.
Analfisteln (FiLaC®)
Das FiLaC® (Fistula-tract Laser Closure)-Verfahren zielt darauf ab, den Fistelgang schonend zu entfernen, ohne den Schließmuskel zu schädigen. Auf diese Weise werden alle Teile des Muskels maximal geschont und eine Inkontinenz vermieden.
Das FiLaC®-Verfahren ist eine minimal-invasive Behandlung, die in nur wenigen Minuten durchgeführt werden kann, da die Laserwirkung die Exzision ersetzt.
Ausführliche klinische Empfehlungen zum FiLaC®-Verfahren – einschließlich zahlreicher Verweise auf die wissenschaftliche Literatur – wurden von einer Expertengruppe (Recommendation Development Group – RDG) aus erfahrenen Chirurgen veröffentlicht.
Analfissuren
Die schonende Bestrahlung der Fissur in Kombination mit einer gezielten Wärmeapplikation am oberen Schließmuskel (ohne elektrische Stimulation mittels Elektrochirurgie) ermöglicht eine Fissurektomie ohne Gewebeexzision.
Diese Technik verhindert Blutungen und die Notwendigkeit einer Hämostase, bei maximaler Schonung des Schließmuskels.
AIN / Kondylome
HPV-assoziierte Läsionen im Bereich des Anus, der Vagina oder des Skrotums können mit einer Bare Fiber oder dem LOMA-Handstück präzise abgetragen werden – bei kontrollierbarer Spotgröße und Geometrie. Diese Technik hält Gewebedefekte auf ein Minimum beschränkt und reduziert die Notwendigkeit wiederholter Eingriffe.
Hidradenitis suppurativa
Fistelgänge, insbesondere in den Axilla oder anderen betroffenen Regionen, erfordern traditionell weitflächige Exzisionen und damit großen Wunden. Die Laserablation zerstört gezielt die primären Fistelgänge unter Schonung des gesunden Gewebes – und ermöglicht so die Vermeidung umfangreicher chirurgischer Exzisionen. Optimale Ergebnisse werden erzielt, wenn die Entzündungsstadien durch eine Biologika-Therapie unterdrückt werden.
FiLaC®-Therapie
1. 3-D Ultraschall-Darstellung einer transsphinktären Analfistel (12 Uhr-Position, Kontrastverstärkung mittels H₂O₂)
2. Ultraschallbild unmittelbar nach Advancement-Flap.
3. Ultraschallbild 5 Tage nach der Operation. Im behandelten Bereich sind die hyperechogenen Regionen verschwunden und bilden nun ein hypoechogenes Areal.
Videos der Behandlungen
Laserbehandlung von Hämorrhoiden
Laserbehandlung von Analfisteln
Laserbehandlung des Sinus pilonidalis
Produkte
Unsere benutzerfreundlichen Diodenlaser-Systeme für die Laser-Proktologie sorgen dank geringer Wartungskosten, attraktiver Anschaffungspreise und der umfangreichen Palette an Behandlungsmöglichkeiten für eine schnelle Amortisation.
Der kompakteste und preislich attraktivste 45-W-Diodenlaser auf dem Markt mit der Leistung, die Sie in der Laser-Proktologie benötigen. Er arbeitet mit der idealen Wellenlängenkombination von 1470 nm und 980 nm.
Fasern und Handstücke
Wir bieten für alle genannten Laser-Proktologie-Anwendungen passende Fasern und Handstücke.
Häufige Fragen
Was sind die Hauptanwendungen von Lasern in der Proktologie?
Moderne, speziell entwickelte Laser-Sonden ermöglichen heute eine effektive Behandlung von:
- Hämorrhoiden
- Analfisteln
- Steißbeinfisteln
- Analfissuren
- Condylomata acuminata
- Anale intraepitheliale Neoplasie (AIN)
- Hidradenitis suppurativa (Acne inversa)
Was sind die Vorteile der Laser-Proktologie für den Operateur?
Durch den primären Einsatz der Wellenlänge 1470 nm lässt sich die Eindringtiefe im Weichgewebe fein dosiert zwischen 0,5 und 4 mm steuern. Erreicht wird dies durch die starke Absorption dieser Wellenlänge im Wasser, was eine hochselektive Behandlung des pathologischen Lumens bei maximaler Schonung des angrenzenden gesunden Gewebes ermöglicht.
Kann ich denselben Laser für verschiedene Verfahren in der Laser-Proktologie verwenden?
Ja, Laser wie der biolitec® LEONARDO® DUAL 45 können für alle genannten Behandlungen eingesetzt werden, etwa Hämorrhoiden, Analfisteln, Analfissuren, Sinus pilonidalis, Condylomata acuminata etc.
Je nach Indikation kommen dabei teilweise unterschiedliche Fasern oder Handstücke zum Einsatz – alle diese Zubehörteile sind selbstverständlich von biolitec® erhältlich. So entsteht ein extrem vielseitiges System mit schneller Amortisation (ROI).
Welche Faser/welches Handstück benötige ich für die verschiedenen Anwendungen in der Laser-Proktologie?
Alle genannten Verfahren können mit dem biolitec® LEONARDO® DUAL 45-Laser durchgeführt werden. Hier die jeweils benötigten Fasern bzw. Handstücke für jede Indikation:
- Hämorrhoiden (LHP®): LHP-Faser
- Sinus pilonidalis (SiLaC®): SiLaC-Faser
- Analfisteln (FiLaC®): FiLaC-Faser
- Analfissuren: Bare Fiber oder LOMA-Handstück
- AIN / Condylomata: Bare Fiber oder LOMA-Handstück
Diese speziell entwickelten Fasern und Handstücke sind optimal auf die jeweilige Anwendung abgestimmt und gewährleisten maximale Präzision, Sicherheit und Effizienz bei minimal-invasiven Eingriffen.
Welche Komponenten benötige ich für ein minimal-invasives Lasersystem, das in der Laser-Proktologie eingesetzt werden kann?
Ein für Laser-Proktologie-Anwendungen geeignetes System besteht in der Regel aus folgenden Kernkomponenten: Der Laser selbst (etwa der biolitec®-Diodenlaser LEONARDO® DUAL 45), die entsprechende Faser und ein Handstück. Weiteres Zubehör ist ebenfalls erhältlich.
Können die Laser-Verfahren auch ambulant durchgeführt werden?
Ja, viele der Behandlungen in der Proktologie können ambulant durchgeführt werden. Die Hybrid DRGs bieten mittlerweile neue Abrechnungsmöglichkeiten dieser Verfahren in Deutschland.
Wie kann ich als Arzt die Laser-Proktologie erlernen?
biolitec® organisiert regelmäßig Workshops in internationalen Kompetenzzentren, in denen sowohl die theoretischen als auch die praktischen Grundlagen vermittelt werden. Diese Veranstaltungen sind speziell darauf ausgelegt, Ärzten den schnellen und sicheren Einstieg in die Verfahren zu ermöglichen.
Kontaktieren Sie uns gerne, um Informationen zu den nächsten Terminen zu erhalten und reservieren Sie Ihren Platz!
Was ist der Unterschied zwischen Kontakt- und Non-Kontakt-Fasern/Laseranwendungen?
Kontaktfasern (wie unsere Bare Fiber) werden direkt auf das Gewebe aufgelegt bzw. in Kontakt gebracht und dienen vor allem zur Durchführung von Schnitten.
Non-Kontakt-Fasern hingegen werden oberhalb des Gewebes gehalten, so dass der Laserstrahl das Gewebe aus der Distanz erreicht. Der Non-Kontakt-Ansatz eignet sich ideal für Ablation und Koagulation.
Wo finde ich als Arzt/Anwender weitere Daten, Referenzen und allgemeine Informationen zu Laser-Proktologie-Behandlungen und -Systemen?
Schauen Sie auf die aktuellen Publikationen der International Society of Laser Proctology (ISLP).
Dort finden Sie fundierte, evidenzbasierte Empfehlungen zu den Verfahren LHP®, FiLaC® und SiLaC®. Außerdem gibt es dort umfangreiche Daten, zahlreiche Literaturverweise sowie praxisnahe Hinweise für behandelnde Ärzte.
Für eine umfassende Sammlung von Abstracts erfahrener Anwender – inklusive klinischer Daten und weiterer Referenzen – empfehlen wir die ausführlichen Zusammenfassungen der ProctoCom®-Kongresse 2024 und 2025, veranstaltet von biolitec® gemeinsam mit der International Society of Laser Proctology: ProctoCom 2025 / ProctoCom 2024 .
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